12.04.2018 von Karoline Schnepps

Kraftplätze

Was sind Kraftplätze und wie gehe ich mit ihnen um

 

Mythen, Legenden und Geschichten über Kraftplätze, heilige Quellen und geheimnisvolle Waldlichtungen lassen tief in uns Sehnsüchte erwachen. Auch in unserer Kultur war der Umgang mit solchen Orten tief verwurzelt.

Sie wurden und werden immer noch verehrt, auch als kraftvoller Ausdruck der spirituellen Seite unserer Mutter Erde. Diese Orte liegen außerhalb von Raum und Zeit. Dementsprechend nutzte man sie für kleine und auch für große Rituale, um mit dem Heiligen zu kommunizieren.

In frühester Zeit wurden diese Plätze in ihrer Natürlichkeit belassen und man legte dort, als Zeichen der Wertschätzung Opfergaben ab. Später wurden sie mithilfe von Steinsetzungen und Bauwerken, wie Tempel und Kirchen, in eine sichtbare und greifbare Form gebracht. Durch die Bauweise wurde die Kraft des Ortes teilweise noch verstärkt und auch geleitet. Dieses Wissen um die Art des Bauens, die verwendeten Materialien, Maße und Formen wird heute von uns „Geomantie“ genannt. Früher benannte man dieses Wissen nicht, man gab es innerhalb der Gilden vom Meister an den Nachfolger mündlich weiter, es war die einzige Art zu bauen.

Jede Kirche, jedes Schloss, unsere alten Bauernhöfe, aber auch die großen Gartenanlagen wurden nach diesen Gesetzmäßigkeiten gebaut.

Kraftorte sind Plätze, an denen wir den Pulsschlag der Erde, ihre Kraft und Ausstrahlung besonders spüren. Der Körper der Erde gleicht unserem Körper. Er hat Meridiane, Kraftlinien, Adern, Herzpunkte und Atmungspunkte. Punkte, die die geistige, die spirituelle, die emotionale Ebene bei uns beeinflussen. Plätze, die das Meditieren, das Träumen, die Kreativität oder die Lebenskraft fördern.
Solche Plätze lassen Bäume bis in den Himmel wachsen und uralt werden.

Die Antenne, das Wahrnehmungsorgan ist unser gesamter Körper. Ruten, Pendel etc. sind Hilfswerkzeuge, die die Reaktion sichtbar machen.

Maßgeblich beim Erforschen solcher Punkte ist der Zeitfaktor. Kraftorte können nicht konsumiert werden. Wir müssen in Resonanz, in Kommunikation mit diesem Ort treten, ihn ganzheitlich sinnlich erfahren.
Nachfühlen ob diese Energie mir guttut und was sie mit mir macht. Mit Respekt und Liebe gegenüber unserem Mutterplaneten. Solche pulsierenden Kraftplätze können sich, aufgrund achtlosen Umgangs auch zurückziehen.

Es gibt aber nicht nur die großen bekannten Kraftplätze (Stonehenge, Mount St. Michel, Pöstlingberg). In jedem Garten sind diese Atmosphären und Energien auch im Kleinen spürbar. Die Kunst der Gartenplanung ist es, diese zu erkennen, die Energie zu fassen und zu leiten, sodaß der Mensch alleine beim (Lust)Wandeln und Genießen im Garten vielerlei Impulse bekommt, die die Lebenskraft und Lebenslust fördern

 

 

 

 

 

 

 

Mont. St. Michel                            

mont st.michel

 

 

 

 

Fichte in den Vogesen
sich richtet sich nach einer Kraftlinie
aus

fichte vogesen

 

 

 

 

ein Schalenstein im Mühlviertel         

heidenstein

 

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